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Was versteht man unter Substrat?

Substrat (lat. substrátum= Unterlage) sind im gartenbaulichen Sinne Stoffe, die sich unter den oberirdischen Pflanzenteilen befinden, den Pflanzen als Standort dienen, und die Pflanzen mit Nährstoffen, Wasser und Luft (Sauerstoff) versorgen.

Wie finde ich das optimale Substrat für meinen individuellen Anwendungszweck?

Leer!

Mein Substrat ist sehr trocken und nimmt schlecht Wasser auf?

Wenn Torf oder aus Torf hergestellte Substrate sehr stark austrocknen kann es sein, dass sie beim Gießen das Wasser schlecht aufnehmen. Es bilden sich stabile Tropfen, oder kleine Pfützen auf dem Substrat und das Wasser perlt regelrecht ab. Das Substrat verhält sich „wassermeidend“ in der Fachsprache hydrophob genannt. Feine Substrate, wie sie im Bereich der Anzucht verwendet werden, sind von diesem Effekt stärker betroffen als grobe Strukturen. terracult Substrate enthalten ein spezielles Netzmittel und werden vor der Verpackung mit einem gewissen Wassergehalt versehen um diesen Effekt zu vermeiden. Trotzdem kann es in Ausnahmefällen, wie z.B. starker Austrocknung zu dem oben beschriebenen Verhalten kommen.

Um das Substrat wieder Wasseraufnahmefähig zu machen, sollte dem Gießwasser ein Netzmittel, entsprechend den Anwendungsempfehlungen, zugesetzt werden. Es ist dabei von Vorteil wenn man warmes Wasser mit einer Temperatur zwischen 20°C und 30°C verwendet. Eine andere Möglichkeit ist die Einbringung einer bestimmten Menge Wasser vor der Verarbeitung, z.B. noch verpackter Säcke, Ballen oder Big Bales.

Auf der Oberfläche meines Substrates hat sich ein „Schimmelrasen“ gebildet, was kann ich tun?

Ursache ist der saprophytisch lebende Pilz Peziza ostracoderma. Dieser Pilz schädigt gärtnerische Kulturen nicht, stellt aber unter Umständen ein optisches Problem dar. In extremen Fällen kann die Sauerstoffversorgung der Wurzeln behindert werden. Die Vermehrung erfolgt über Sporen, die leicht vom Wind oder beim Gießen verbreitet werden. Im Allgemeinen sterben die Sporen schon nach kurzer Zeit von alleine ab.

Die Bekämpfung ist recht einfach und effektiv: abgießen mit Dithane Ultra, 0.2 bis 0.1%. Die Anwendung kann einen leichten Belag auf den Blättern verursachen; wir empfehlen, kurz mit klarem Wasser nachzuspülen. Uns ist nicht bekannt, dass bei der genannten Konzentration Pflanzenschäden auftreten können. Darüber hinaus sind folgende Präparate als Bekämpfungsmittel bekannt: Polyram Combi, Euparen WG, Ortiva. Dazu liegen uns aber keine Erfahrungswerte vor.

Welche Bedeutung hat Kalk in terracult Substraten?

Der Kalk im Substrat dient der Einstellung eines pflanzenverträglichen pH-Wertes, bei dem möglichst alle Nährelemente optimal verfügbar sein sollen. Dieser liegt in der Regel zwischen 6,0-6,8 (H2O) bzw. 5,5-6,3 (CaCl2). Eine Ausnahme bilden die säureliebenden Moorbeetpflanzen. Für Substrate wird hauptsächlich fein gemahlener kohlensaurer Kalk verwendet. Dolomitkalk enthält zusätzlich wertvollen Magnesium.

Was sind Netzmittel und welche Funktion erfüllen sie?

Netzmittel sind ionische oder anionische Tenside, die die Oberflächenspannung von Wasser aufheben. Da Torf, und aus Torf hergestellte Substrate, ab einem gewissen Trocknungsgrad wasserabweisend reagieren, setzt man dem Substrat ein pflanzenunbedenkliches Netzmittel zu. In der Regel handelt es sich um ein Gemisch ionischer und nichtionischer Tenside, welches im Laufe der Pflanzenkultur biologisch abgebaut wird.

Welche PH-Wert haben terrcult Torf bzw. Substrate und wie werden diese gemessen?

Eine Übersicht der pH-Werte für terracult Torf und Substrate finden sie hier. Grundsätzlich kann man sagen, dass der pH-Wert bei reinem Weißtorf aus einem Hochmoor im Bereich von 3 – 3,5 (gemessen in CaCl2) liegt. Der pH-Wert von Schwarztorf liegt zwischen 4,0 – 4,5.

Im Substratbereich wird der pH-Wert durch die Zugabe einer genau dosierten Menge Kalk angehoben. Ein pH-Wert von 5,5 - 6,5 bietet den meisten Pflanzen erfahrungsgemäß die besten Bedingungen, das heißt dieser Bereich ist auch günstig für die Aufnahme wichtiger Mikronährstoffe.

Wie wirkt sich der pH-Wert auf das Wachstum von Pflanzen aus?

Grundsätzlich beeinflusst der pH-Wert des Bodens die Verfügbarkeit der Nährstoffe. Für Torf-Kultur-Substrate wird ein pH-Wert von 5,5 – 6,5 empfohlen. Niedrigere oder höhere Werte pH-Werte können zu Nährstofffestlegungen führen. Der pH-Wert kann sich im Laufe einer Pflanzenkultur durch sauer oder basisch wirkende Dünger oder kalkhaltiges Wasser verändern.

Bei einem niedrigen pH-Wert werden Aluminium- oder Manganionen löslich. Al-Ionen spielen eine wichtige Rolle bei der Blaufärbung von Hortensien.

Durch welche Einflüsse steigt der pH-Wert im Boden / Substrat?

Hauptursache für einen steigenden pH-Wert ist die Karbonathärte in einem harten Wasser. Auch Düngungen mit einem hohen Anteil Nitrat-Stickstoff (NO³) können den pH-Wert erhöhen.

Durch welche Einflüsse sinkt der pH-Wert im Boden / Substrat?

Eine niedrige Karbonathärte, bzw. weiches Wasser führt in Verbindung mit ammoniumhaltigen Nährsalzen zu einem absinken des pH-Wertes. Im Extremfall kann durch Zugabe von Schwefel der pH-Wert in der Kultur abgesenkt werden. Empfehlung etwa 2 – 3 °/°° Netzschwefel gießen (nicht auf Blätter). Nach jeder Behandlung pH-Wert kontrollieren.

Was versteht man unter „Bodenpufferung“?

Unter Bodenpufferung versteht man die Fähigkeit des Bodens, Nährstoff- oder pH-Wertveränderungen durch Absorption zu unterbinden. Es ist bei Nährstoffen das Vermögen Nährstoffe zu sorbieren und auch wieder abzugeben (Ionenaustauschkapazität). Gute Puffereigenschaften besitzen Huminsäuren und Tonminerale.

Was versteht man unter dem Salzgehalt im Boden?

Der Salzgehalt ist die Summe aller negativen und positiv geladenen Ionen im Boden. Salze sind aus Ionen aufgebaute chemische Verbindungen, die nicht Säuren, Basen oder Oxide sind. Bei zu hoher Salzkonzentration in der Bodenlösung kommt es zu erschwerter Wasseraufnahme, ab einer gewissen Konzentration zum Entzug von Wasser aus der Pflanze (Plasmolyse). Pflanzen reagieren unterschiedlich auf Salzkonzentrationen. Salzempfindliche Pflanzen, wie Adiantum, Azalea, Erica, Rhododendron, Primula vertragen unter 1g Salz/l Substrat.Salzverträgliche Pflanzen, wie Pelargonien, Cyclamen, Euphorbia, Hortensien, Chrysanthemen, Basilikum vertragen bis 2,5 g Salz/l Substrat.Der Salzgehalt wird meistens als Leitfähigkeit (EC-Wert) gemessen und mit einem Faktor umgerechnet.

Was versteht man unter der Korngrössenverteilung und wie wird diese bestimmt?

Korngröße und Korngrößenverteilung haben maßgeblichen Einfluss auf die Struktur und die Qualität eines Substrates. Ein hoher Feinanteil bedeutet weniger Luftkapazität, das Material neigt zur Verdichtung.Die Methodik zur Bestimmung der Korngrößenverteilung bei Torfen (und Substraten) beruht noch auf der Restnorm der DIN 11540, Punkt 5.9. Die erforderlichen Parameter zur Siebung sind ebenso beschrieben wie die Berechnung und Darstellung der Daten.

Welchen Feuchtigkeitsgehalt hat die Ware?

Torf-Kultur-Substrate werden relativ trocken geliefert, um auch über große Entfernung die Transportkosten niedrig zu halten. Trockne Ware ist auch weniger empfindlich gegenüber biologischer Umsetzungen, Nährstoff- und pH-Wertverschiebungen. Der Wassergehalt liegt bei Lieferung bei etwa 45 – 65%, je nach Zusammensetzung und Rezeptur.

Wie kann es zu einer Selbsterhitzung von Torf kommen und wie kann man das verhindern?

Eine Selbsterhitzung von Torf kann bei der Mietenlagerung im Feld vorkommen. Man versteht darunter ein Ansteigen der Temperatur im Material, unabhängig von der Außentemperatur. Es handelt sich um mikrobiell induzierte biochemische Vorgänge. Die Gefahr der Selbsterhitzung besteht besonders bei Aufschichtung von Torf unterschiedlicher Feuchtigkeitsgrade, welches bei großen Mieten durch Gewichtsdruck noch verstärkt wird. Die Gefahr ist umso größer, je wärmer der Torf zum Zeitpunkt der Einlagerung ist. Daher „erntet“ man an heißen Erntetagen erst in den Abendstunden ein, bzw. bringt den Torf auf die Miete. Selbsterhitze Torfe erkennt man an dem Geruch nach „Maggi“. Er neigt zur Verpilzung und ist auch an einem höheren pH-Wert erkennbar. Selbsterhitzte Torfe sind in aller Regel als Substratausgangsstoff ungeeignet.

Worauf muss ich bei der Lagerung von Torf und Substraten achten?

Die Lagerung sollte stets witterungsgeschützt und trocken, möglichst überdachten Räumen, erfolgen. Die allgemeinen Hygienevorsichtsmaßnahmen sind, ähnlich wie bei Pflanzenkultur zu beachten. Bei längerer Lagerung kann es zu mikrobiellen und chemischen Umsetzungsprozessen kommen, der auch zu einem gewissen Volumenschwund führt.

Was sind Zuschlagstoffe und welche Bedeutung haben sie?

Wir unterscheiden mineralische und organische Zuschlagsstoffe. Zu den wichtigsten Zuschlagsstoffen gehören: Perlite, Ton, Blähton, Pumice (Italien), Koksfaser, Kompost u.a. Je nach ihren Eigenschaften erfüllen sie unterschiedliche Aufgaben. So werden z.B. Perlite, Vermiculite oder Pumice zur Strukturverbesserung und Verbesserung der Luft- und Wasserkapazität (Kapillarität) zugemischt. Tonminerale (Dreischicht-Tonminerale) speichern besonders gut Nährstoffe. Kokosfasern verbessern die Wasserversorgung. Grüngutkompost wird hauptsächlich bei Bio- und torfreduzierten Erden verwendet. Styromull, Holzfaserstoffe, Reisspelzen, Flachsschäben spielen nur eine untergeordnete Rolle.

Welche Bedeutung und Qualität hat Ton als Zuschlagstoff in terracult Substraten?

Ton dient der Speicherung von Nährstoffen und deren Freisetzung gemäß dem Pflanzenbedarf in der Kultur. Er verbessert in der Regel auch die Wasseraufnahme und Verteilung. Er sollte nicht zu fein sein, da er sonst ausgewaschen werden kann und im unteren Topfbereich die Poren verstopft. Dann kann es zu Staunässe kommen.

Ein wichtiges Qualitätskriterium beim Ton ist der Kalkgehalt, der möglichst nahe Null liegen sollte. Sonst kann langsam frei werdender Kalk im Laufe der Kultur zu einem ungewollten pH-Anstieg führen.

Was ist Bentonit?

Bentonit ist ein hochwertiges, natürliches Tonmineral, welcher als Zuschlagsstoff zu Pflanzsubstraten die Nährstoffspeicherfähigkeit, das Quellvolumen und die Wasserspeicherfähigkeit verbessert.

Welche Bedeutung und Qualität hat Perlite als Zuschlagstoff in terracult Substraten?

Perlite ist ein vulkanisches Mineral (Aluminiumsilikat), welches durch Erhitzung bei ca. 1000°C aufgeschäumt wird. Als Zuschlag von 10 – 20% zum Substrat erhöht es das Luftporenvolumen. Die Sorptions- und Pufferungseigenschaften von Perlite sind sehr gering.

Was ist Moor?

Geologisch und bodenkundlich wird Moor als Fläche mit mindestens 30cm Torfauflage beschrieben. Es werden drei Hauptmoortypen unterschieden: Niedermoore, Übergangsmoore und Hochmoore. Niedermoore haben Verbindung zum Grundwasser, sind artenreich und meist auch nährstoffreich. Niedermoore entstanden durch die Verlandung von Gewässern. Hochmoore wachsen in Gebieten mit hohen Niederschlägen bei geringer Verdunstung und ohne Verbindung zum Grundwasser. Sie sind arten- und nährstoffarm. Hochmoortorf ist wegen seiner vielen günstigen Eigenschaften mit großem Abstand der wichtigste Rohstoff für Substrate im Erwerbsgartenbau. Weltweit werden jährlich über 40 Millionen m³ Torf für gärtnerische Substrate und Blumenerden verarbeitet. Die Gewinnungsart und die Weiterverarbeitung haben einen besonders starken Einfluss auf die Qualität des Torfes.

Was ist Torf?

Torf ist eine organische, sedentäre (von unten nach oben aufwachsende) Ablagerung, die überwiegend aus abgestorbenen, humifiziertem Pflanzenmaterial besteht, das auf Grund eines durch Wassersättigung verursachten Sauerstoffmangels nicht vollständig abgebaut wird und dessen Struktur zumindest teilweise noch erkennbar ist. Es werden hauptsächlich Weiß- und Schwarztorfe unterschieden. In hell-gelblich-braun bis dunkelbraun gefärbten Weißtorf ist die pflanzliche Struktur der torfbildenden Pflanzen noch gut zu erkennen. Schwarztorf ist stärker zersetzt als Weißtorf. Die bedeutendsten Pflanzen für die Moorbildung sind Sphagnum Moose (Sphagnum spp.) und Wollgras (Eriophorum vaginatum) aus dem die Fasern im Torf entstehen. Bei braunschwarzen Schwarztorfen ist die pflanzliche Struktur weitgehend zersetzt. Daneben gibt es noch Übergangsmoore in denen die ökologischen Bedingungen der Hoch- und Niedermoore ineinander übergehen. Torf ist in seiner Struktur mit einem Schwamm zu vergleichen, er besitzt sehr wenig feste Substanz und ein hohes Porenvolumen. Damit ist trotz hoher Wasserkapazität durch Mittel- und Feinporen auch eine hohe Luftkapazität durch den großen Anteil an Grobporen gegeben. Mit zunehmender Zersetzung nimmt das Hohlraumvolumen (der Porenanteil) ab und der Anteil fester Substanz (die Rohdichte) zu. Gleichzeitig steigt die Wasserkapazität an und die Luftkapazität wird geringer. Der stärker zersetzte Torf hält mehr Wasser, ist aber gleichzeitig weniger „vergießfest“. Andererseits hat stärker zersetzter Torf volumenbezogen eine höhere Austauschkapazität und kann damit mehr Nährstoffe speichern. Positiv zu werten ist auch die erhöhte Pufferkapazität gegen pH-Verschiebungen. Der pH-Wert an sich und die Gehalte an löslichen Nährstoffen werden vom Zersetzungsgrad nicht beeinflusst.

Was ist der Unterschied zwischen Sodentorf und Frästrof?

Unter Sodentorf versteht man die maschinelle Gewinnung von Torfblöcken durch Weißtorf-Stechmaschinen oder Stechkästen. Die Torfsoden oder Blöcke müssen mindestens ein Jahr auf dem Feld trocknen, damit der Wassergehalt von ca. 90% auf etwa 40 – 60% zurückgeht. Im Torfwerk werden die Torfsoden in unterschiedliche Fraktionen zerkleinert. Bei Frästorfverfahren werden wenige Zentimeter der vorher planierten und entwässerten Torffelder aufgefräst, und die gelockerte Schicht mehrmals gewendet. Der so getrocknete lose Torf wird auf eine Kleinmiete zusammen gezogen oder geschoben, um anschließend mit dem Sammler auf einer Großmiete im Feld vorrätig zu lagern. Frästorf ist in der Gewinnung billiger als Sodentorf, besitzt aber in der Regel einen höheren Anteil feiner Körnung.

Welche Qualität hat der Torf von terracult?

Die Qualität von Hochmoortorfen wird durch sehr viele Parameter beeinflusst. Herkunft und Ernteverfahren spielen wohl die größte Rolle, aber auch die nach der Ernte erfolgende Lagerung und Aufbereitung ist wesentlich für die Qualität verantwortlich. Entsprechend werden die Torfe hier in Fräs- und Sodentorf unterschieden und es wird eine Unterscheidung in A-Torfe für die Substratproduktion und B-Torfe für die Verwendung in Blumenerden getroffen. Letztere unterliegen weniger anspruchsvollen Kriterien. Selbsterhitzte Torfe sind vom Vertrieb über die terracult GmbH ausgenommen! Die chemischen Eigenschaften reiner Torfe sind über die Herkunft festgelegt und werden nach den Methoden der terracult Qualitätssicherung regelmäßig überprüft.

Welche Alternativen gibt es zu Torf?

Im Produktionsgartenbau kann man auf Torf praktisch nicht verzichten. Torffreie Kulturen auf Steinwolle (Grodan), Cocos oder Rindenkompostsubstraten spielen nur eine untergeordnete Rolle. Dagegen gibt es torffreie oder torfarme Blumenerden mit unterschiedlichen Anteilen von Substratkompost, Rindenhumus, Ton, Holzhäcksel, Holzfasern, Kokosreststoffen oder ähnlichen Materialien.

Werden die letzten verbleibenden Moore durch den Torfabbau zerstört?

Diese Frage wurde in einer Studie der European Peat and Growing Media Association (EPAGMA) vom September 2008 zum Thema „Socio-economic impact of the peat and growing media industry on horticulture in the EU” untersucht. Laut der Studie gibt es weltweit 4 Millionen Quadratkilometer Moorflächen. Davon wird auf 2000 Quadratkilometer industrieller Torfabbau betrieben, das entspricht etwa 0,05% der weltweiten Gesamtfläche.

Was versteht man unter der Korngrößenverteilung und wie wird diese bestimmt?

Die Methodik zur Bestimmung der Korngrößenverteilung bei Torfen (und Substraten) beruht noch auf der Restnorm der DIN 11540, Punkt 5.9. Die erforderlichen Parameter zur Siebung sind ebenso beschrieben wie die Berechnung und Darstellung der Daten.

Woher kommt der Torf?

terracult bezieht den Torf aus verschiedenen ausgesuchten Lieferwerken im Baltikum (Estland, Lettland, Litauen), Weißrussland und der Ukraine.

Wie wird die Qualität von terracult Torf und Substraten sichergestellt?

terracult hat in Zusammenarbeit mit der unabhängigen Beratungsfirma Horticon einheitliche Richtlinien zur Qualitätssicherung für Torfprodukte und Torf-Kultur-Substrate definiert. Die Richtlinien entsprechen generell dem Stand der heute allgemein gültigen Richtlinien der Gütegemeinschaft für Substrate und Torf. Für jedes unserer Produkte erhalten Sie ein Stammdatenblatt mit den Kenndaten, der Rezeptur und den Qualitätskriterien. Auf dem dazu gehörigen Messdatenblatt werden die Messwerte der jeweiligen Charge eingetragen. Durch einen Vergleich dieser Messwerte mit den daneben stehenden Werten für den Toleranzbereich, kann man sofort Fehler bzw. Abweichungen erkennen. Im Betriebslabor werden bei jeder Charge pH-Wert, EC-Wert, Körnung und Volumengewicht gemessen und dokumentiert. Die Messung der Körnung / Fraktion ist, wie bei den Torfprodukten ein wichtiger Indikator für die physikalischen Qualitätseigenschaften. Neben der Kontrolle der Qualität der Ernte in der Miete, und deren witterungsbedingten Veränderungen, werden die jeweiligen Chargen, insbesondere auf Einhaltung der Normen (Unterkorn und Überkorn) kontrolliert werden. Um einen etwaigen Mangel oder Fehler später, wenn die Ware bereits beim Kunden ist, zu analysieren erhält jede Verpackungseinheit eine entsprechende Deklaration. In Verbindung mit dem Lieferschein kann somit zu jeder Zeit das Herstellerwerk, Liefer- und Produktionsdatum eindeutig ermittelt werden.

Was haben Moor und Torf mit dem Klima zu tun?

Was haben Moor und Torf mit dem Klima zu tun?Dazu gibt es eine Brochüre aus dem Jahre 2009 der "Deutschen Gesellschaft für Moor- und Torfkunde" kurz DGMT. Die Brochüre finden sie als PDF-Datei in unserem Downloadbereich.

Was versteht man unter dem Zersetzungsgrad von Torf [H]?

Unter Zersetzungsgrad von Torf versteht man den relativen Anteil von Humifizierungsprodukten an der gesamten Torfsubstanz. Die Definition erfolgt mit Hilfe der Quetschmethode in einer zehstufigen von Postschen Skala von 1 (nicht zersetzt mit sichtbaren Pflanzenstrukturen) bis 10 (vollständig zersetzt mit nicht mehr erkennbaren Strukturen).

In den obersten Schichten des Moores lassen sich die Moose in ihrem Strukturen noch gut erkennen. Sphagnummoose, auch wegen ihrer hellen Farbe Bleichmoose genannt, haben ein helles, weißliches Aussehen. Je tiefer die Schicht ist, desto dunkler wird der Farbton. Man spricht von Weißtorf der obersten Schichten, Brauntorf für die Übergangsschichten, und Schwarztorf der ältesten untersten stark zersetzten Schichten eines Moores.

Moorprofil

Welchen Wassergehalt hat üblicherweise der Torf?

Wassergehalt von TorfÜblicherweise haben Weißtorfe von terracult einen Wassergehalt von 50-60%. Bei niedrigeren Wassergehalten leidet die Qualität, das heißt beim Pressen in der Verpackung kann es zu Volumenverlusten kommen und auch die Wiederbefeuchtung wird erschwert. Gelegentlich kommen auch Wassergehalte über 60% zumeist bei nicht optimalen Erntebedingungen vor. Dies kann dann die max. Verlademenge/LKW begrenzen.

Allgemein kann man anmerken, das die hohe Wasserhaltefähigkeit von Torf unübertroffen ist und bei gleichzeitigem hohen Luftanteil das Pflanzenwachstum positiv beeinflusst.

Was ist das besondere an Torf?

Moderner, leistungsfähiger Erwerbsgartenbau ist ohne Torfkultursubstrate mit genau definierten Eigenschaften und Anforderungsprofilen nicht denkbar.

Eine hohe Wasserhaltefähigkeit bei gleichzeitig hohem Luftanteil begünstigen das Pflanzenwachstum. Torf hat eine strukturstabile Zusammensetzung, durch den geringen Nährstoffgehalt und den niedrigen pH-Wert des Rohstoffs ist es möglich mit geeigneten Zusschlagstoffen optimale Rezepturen für die verschiedensten Pflanzenarten herzustellen. Torf als wesentliche Grundlage von Kultursubstraten bildet somit das Fundament für die Anzucht und Vermehrung von Pflanzen.

Professionelle Kultursubstrate auf Torfbasis sind ein genauso wichtiger Produktionsfaktor geworden wie z.B. Saatgut, Dünger oder Jungpflanzen.

Die wesentlichen Merkmale von Torfkultursubstraten sind:

Was ist Kokos?

Kokos ist die Frucht der tropischen Kokospalme (Cocos nucifera). Das Gewebe um die eigentliche Frucht (Mesocarp) besteht aus Fasern und Feinanteilen. Früher wurde nur die Faser für Seile, Matten, Teppiche u.v.a. mehr verarbeitet und der Feinanteil als Abfall auf Deponien gelagert. Heute wird nach Entnahme der Kokosnuss, die dicke Hülle (Husk) zunehmend als Substratmedium für den Gartenbau genutzt. Je nach Verwendung unterscheiden wir zwischen Mark (Feinanteil, auch als „Peat“ bezeichnet), Fasern und geschnittenen Kokosstückchen (Chips).

Woher kommt Kokos?

Kokospalmen wachsen in den tropischen Zonen der Erde und werden heute als wertvolle Nutzpflanze in großen Plantagen angebaut. Hauptanbauländer sind Indonesien, Philippinen und Indien (ca. 80% der Welternte).

Wie wird Kokos gewonnen?

Die Kokosfrucht wird aufgespaltet, und die wertvolle Kokusnuss wird entnommen. Die Hülle (Husk) wird in einer schnell rotierenden Mühle zerkleinert. Die wertvollen Fasern werden vom Mark getrennt. Grobe Kokosstückchen werden durch schneiden oder zerkleinern gewonnen.

Physikalische Eigenschaften von Kokos und Sphagnum-Torf

  Trockengewicht Wasserkapazität Luftkapazität
Kokos Mark 80 – 90 g/l 40 - 60 % 20 – 30 %
Sphagnum-Torf 80 – 150 g/l 50 – 70 % 25 – 45 %

Chemische Eigenschaften von Kokos und Sphagnum-Torf

  pH EC Wert N P K
Kokos Mark 5,0 – 5,5 < 1,0 < 5 mg/l < 5 mg/l < 40 mg/l
Sphagnum-Torf 3,0 – 3,5 < 0,5 < 50 mg/l < 15 mg/l < 20 mg/l

Benetzbarkeit von Kokos

Kokos hat hydrophilen Charakter. Das bedeutet, dass extrem getrockneter Kokos sehr schnell Wasser aufnimmt.

Kokos Mark

Wird handelsüblich in den Siebfraktionen 0-4, 0-6 und 0-12 mm geliefert.

Kokos Faser

Wird handelsüblich in den Siebfraktionen 0-10, 0-20 und 0-30 mm geliefert.

Kokos Chips

Werden handelsüblich in den Fraktionen 0-12 und 0-25 mm geliefert.

Warum wird Kokos „gewaschen“?

Die in Kokos Mark, Faser oder Chips zerkleinerten Materialien werden auf kleineren flachen Mieten gewaschen, um die in der Frucht eingelagerten hohen Kaliwerte auszuwaschen. Früher wurden die Kokoshüllen auch in Meerwasser oder Lagunen gewässert, um die Faser besser herauslösen zu können. Bei dieser Methode musste mit Süßwasser besonders intensive die hohen Salzwerte (Natrium, Chlorid) ausgewaschen werden. Danach erfolgt die Trocknung des Materials auf Trockenfeldern auf einen Wassergehalt von etwa 45 % für Kokossubstrate in 200l Ballen oder 6.000 m³ Big Bales.

Hochverdichtete Kokos Blöcke als Mark, Chips oder Fasern werden auf einen Wassergehalt von 18% zurückgetrocknet.

Warum wird Kokos „gebuffert“?

Nach dem Waschen kann je nach Kundenwunsch durch zusätzliches Einbringen („buffern“) von Calciumnitrat (Ca(NO3)2) die Aufnahme von Kalk und Magnesium verbessert werden. Gewaschenes und zusätzlich „gebuffertes“ Kokosmaterial ist ein besonders wertvolles Material für hochwertige Substrate in der Anzucht und Weiterkultur.

Wie wird die Ware angeliefert?

In der Regel wird der Torf / das Substrat mit 13,60m Sattelaufliegern, oder in Ausnahmefällen mit Kühler-LKWs (ohne Staplerhilfe) angeliefert. Bei Lieferungen außerhalb des europäischen Festlandes kommen 40’ HC (highcube) Container zum Einsatz. Generell kommen alle großen Containerhäfen als Zielort in Frage.

Benötige ich einen Stapler für die Abladung?

Ja, ein Stapler ist zur Abladung notwendig, da die Big Bales ca. 1.000 kg bis 1.400 kg (mit Ton) wiegen, bzw. 800 kg bis 1.000 kg (mit Ton) bei Ballen- u. Sackware.

Wie lange ist die Lieferzeit?

Wie lange ist die Lieferzeit?Je nach Ware und Menge ca. 7 – 14 Tage nach Auftragseingang. In Einzelfällen kann es zu längeren Lieferzeiten kommen. Bei Containerlieferungen ist die Lieferzeit von den Laufzeiten der Container abhängig (Europa ca. 4 Wochen, Asien ca. 6 Wochen). Wir geben dem Kunden im Rahmen der Auftragsbestätigung eine Information über das voraussichtliche Lieferdatum.

Welche Bedeutung und Qualität hat Dünger als Zuschlagstoff in terracult Substraten?

Der Einsatz unterschiedlicher Dünger und Aufwandmengen in Substraten ist erforderlich um den verschiedenen Anwendungen im Gartenbau gerecht zu werden. Wichtig sind die Nährstoffgehalte der enthaltenen Haupt- und Spurenelemente sowie eventuell vorhandene Ballastsalze wie Natrium (Na) und Chlorid (Cl).

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